Das Sprichwort sagt ja, ‘Alles neu macht der Mai’. In der Fotobranche sieht das ein wenig anders aus, hier bestimmt – gerade in Europa – der Herbst die Neuigkeiten. Alle zwei Jahre, zur Photokina in Köln überschlagen sich die Hersteller mit neuen Produkten. Trotz der gegenüber analogen, also Film-, Zeiten erheblich verkürzten Entwicklungsphasen, geht es aber oft nur um Me-too-Produkte und langsamen Fortschritt, häufig in Form von Antworten auf Fragen, die eigentlich niemand gestellt hat.
Nikon hat letzten Winter die beiden Spitzenkameras D3 und D300 in den Markt eingeführt, gefolgt von der D700 in diesem Sommer. Während die ersten beiden Kameras sich noch deutlich unterschieden, vor allem weil eine einen sogenannten FX-, die andere einen DX-Sensor aufwies, gilt die D700 als D3 in kleiner. Sie besitzt denselben Sensor in Kleinbild-Größe und wartet mit weitgehend identischen Features auf. Die D300 bleibt vorerst neben der älteren D2x Spitzenmodell der Nikon-Kameras mit kleinerem Sensor.
Die neuen COOLPIX-Modelle wurden schon vor Wochen angekündigt. Die interessanteste davon, die P6000 fiel vor allem durch ein neues RAW-Format auf. Ein Format, das eigentlich nur in der Kamera direkt verarbeitet werden kann und damit albern ist. Nicht einmal Nikons eigene RAW-Software, Capture NX2 kann mit NRW umgehen. Damit reiht sich also auch die Spitzen-COOLPIX in den Reigen der Dinge, die der Verbraucher nicht braucht, ein – wie de rRest de digitalen Kompakten aus dem Hause N.
Heute nun präsentiert Nikon präsentiert mit der Nikon D90 ein ordentliches aber nicht weltbewegendes Update der beliebten D80. Die einzige Innovation D90 wartet mit einer echten ist der Movie-Modus, das erste Mal, das eine dSLR Videosequenzen aufnehmen kann.
Ab hier die Informationen des Hauses Nikon:
Nikon Technologien für Spitzen Bildqualität
Der verbesserte CMOS-Bildsensor im DX-Format mit einer effektiven Auflösung von 12,3 Megapixel sorgt dafür, dass die D90 Bilder von außergewöhnlicher Detailschärfe erzeugt und viel Spielraum für Vergrößerungen lässt. Mit einem Empfindlichkeitsbereich von ISO 200 bis 3.200 (sowie ISO-6.400-Entsprechung Hi 1 und ISO-100-Entsprechung Lo 1) übertreffen die rauscharmen und dabei fein aufgelösten und tonwertreichen Bilder der Kamera Ihre Erwartungen.
Das EXPEED-Bildverarbeitungssystem wurde für die D90 weiter optimiert und steht nach wie vor für höchste Bildqualität und Verarbeitungsgeschwindigkeit, für die professionelle digitale Spiegelreflexkameras von Nikon schon lange bekannt sind. EXPEED verbessert zudem die Leistung anderer nützlicher Funktionen wie Live-View und des neuen Gesichtserkennungssystems. Letzteres ermöglicht die Aufnahme von Gesichtern mit einer nie da gewesenen Schärfe und Genauigkeit. Die Funktion Active D-Lighting verhindert einen Verlust von Detailzeichung in Lichter- und Schattenpartien auch bei starken Motivkontrasten durch eine lokale Tonwertanpassung schon im Moment der Aufnahme.
Die Bildoptimierungsoption Picture Control stellt ein weiteres Plus in Sachen Kreativität dar, denn mit dieser Funktion können Sie das Erscheinungsbild und die Stimmung Ihrer Bilder anpassen. Hierzu stehen sechs vorkonfigurierte Einstellungen zur Wahl, darunter die neuen Konfigurationen Porträt und Landschaft.
Eine helfende Hand
Die D90 ist mit dem Motiverkennungssystem ausgestattet, das erstmals in den Nikon-Spitzenkameras D3 und D300 zum Einsatz kam. Das System analysiert mithilfe eines 420-Pixel-RGB-Sensors Motiv- und Farbinformationen im Bildfeld und erkennt so schon vor der Aufnahme, was fotografiert werden soll. Anhand der Ergebnisse optimiert die Kamera unmittelbar vor der Aufnahme Fokussierung, Belichtung und Weißabgleich. Die D90 verfügt über eine automatische Gesichtserkennung, die bis zu fünf Gesichter im Bildfeld erkennt und mit deren Hilfe die Autofokussteuerung und die Hauttonwiedergabe optimiert werden. Des Weiteren ist die D90 mit elf Autofokusmessfeldern ausgestattet, die im Zusammenspiel mit der Motiverkennung anhand der Farb- und Helligkeitsinformationen für eine sichere Schärfenachführung im Falle bewegter Motive sorgt.
Nach der Aufnahme stehen Ihnen in der D90 verschiedene Bildbearbeitungsfunktionen zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Bilder schon in der Kamera mühelos verbessern können. Es wurden mehrere neue Bearbeitungsoptionen eingeführt: Mit der Option Verzeichnungskorrektur werden Weitwinkelaufnahmen entzerrt, die Option Ausrichten korrigiert schiefe Bilder und die Option Fisheye erzeugt optische Effekte ähnlich denen eines Fisheye-Objektivs. Zudem stehen zahlreiche Möglichkeiten für die Anzeige und Auswahl der richtigen Aufnahme zur Verfügung, einschließlich Wiedergabe als Bildindex mit 72 Bildern, Anzeige nach Datum und Histogrammanzeige für vergrößerte Bildbereiche.
Einzigartige Movie-Funktion
Die D90 bietet als erste digitale Spiegelreflexkamera der Mittelklasse eine Filmsequenzfunktion (D-Movie), mit der Sie kreative Kurzfilme in HD-Auflösung im Motion-JPEG-Format aufnehmen können. Der Bildsensor der D90 ist weitaus größer als der Sensor eines typischen Camcorders und bietet daher bessere Bildqualität, geringe Tiefenschärfe und höhere Empfindlichkeit bei Aufnahmen mit unzureichendem Umgebungslicht. Durch das große und vielseitige Angebot an NIKKOR-Objektiven, das von Fisheye- über Weitwinkel- bis hin zu Supertele-Objektiven reicht, gewinnen Ihre Filmaufnahmen eine kreative und emotionale Wirkung. Neben der Wiedergabe eines D-Movie auf einem Computer, Fernseher oder HDTV-Bildschirm kann dies mit Ton auch auf dem Monitor der Kamera erfolgen
Die D90 ist mit einem Pentaprismensucher ausgestattet, der eine Bildfeldabdeckung von nahezu 96% bietet. In Situationen, in denen der Blick durch den Sucher nicht weiterhilft, drücken Sie einfach auf die Live-View-Taste der D90, und schon steht Ihnen Live-View zur Verfügung. Der 3-Zoll-LCD-Monitor sorgt mit seinen ca. 920.000 Bildpunkten und einem Betrachtungswinkel von 170 Grad für eine klare und deutliche Wiedergabe des Livebilds. Es stehen drei verschiedene Arten des Autofokus mit Kontrasterkennung zur Verfügung: Porträt-AF, Weitwinkel und Normal. Wenn Sie sich bezüglich der richtigen Kameraeinstellungen nicht sicher sind, probieren Sie doch die erweiterten Aufnahmeoptionen wie Aktives D-Lighting und Picture Control aus, mit denen Sie stets schöne und
scharfe Bilder erzielen.
Nie wieder verpasste Aufnahmen
Kaum etwas ist ärgerlicher als ein leerer Akku, wenn man gerade das absolute Traumfoto schießen möchte. Nikon hat daher bei der Entwicklung der D90 besonders auf Energieeffizienz geachtet, sodass Sie mit einem vollständig aufgeladenen Kameraakku ungefähr 850 Bilder aufnehmen können. Voraussetzung für eine genaue Belichtung ist ein präzise arbeitender Verschluss. Der elektronisch gesteuerte Verschlussmechanismus der D90 wurde speziell für Funktionsgenauigkeit und eine lange Lebensdauer entwickelt und zu diesem Zweck einem Härtetest mit 100.000 Auslösungen unterzogen.
Mit einer Einschaltzeit von beeindruckenden 0,15 Sekunden, einer Auslöseverzögerung von 65 Millisekunden und einer Bildrate von 4,5 Bildern/s sind Sie stets aufnahmebereit und verpassen somit keinen wichtigen Augenblick mehr. Ein Bildindex mit Anzeige von bis zu 72 Bildern, Pictmotion-Diashows mit musikalischer Untermalung, Speichern von Geotags für Bilder bei Verwendung des optionalen GPS-Empfängers, sofortiger Upload zum Onlinedienst my Picturetown und HDMI-Kompatibilität – dank all dieser Funktionen sind die Organisation von Bildern und die Weitergabe an andere einfacher als jemals zuvor.
Natürlich kann eine neue Kamera nicht wirklich ohne ein neues Universalobjektiv auskommen. Mit der D200 wurde vor einigen Jahren das AF-S Zoom-Nikkor ED 18-200mm f/3.5-5.6G IF DX VR eingeführt. Ein Superzoom, das von sehr weit bis ziemlich dicht dran alles machte. Die meisten Fotografen dürften mit dem Brennweitenbereich 90% ihrer Bilder machen; Hobbyisten und Gelegenheitsknipser, an die sich die D90 richtet eher mehr.
Jeder, der sich mit Objektiven auskennt und Tests macht, wunderte sich darüber wie gut die optische Qualität des 18-200 ist. Nebenbei ist es auch noch handlich klein, zwischen 10 und 16 cm vom Bajonett zur Front. Es ist also ein ideales Rundum-glücklich-Paket, das nur durch das eine oder andere Spezialobjektiv ergänzt werden muss, sofern oft ganz bestimmte Motive fotografiert werden.
Alte Regel im Marketing: Gib den Leuten Neues, dann fressen sie es schon – egal wie überflüssig es ist.
Das 18-200 hat natürlich auch Schwachpunkte, zum einen die haptische Qualität, die einhergeht mit der einfacheren Bauweise gegenüber Profi-Objektiven. Es ist halt ein günstig produziertes Teil für den Normalanwender, da machen billiger Plastik und ein schwammiges Bediengefühl nicht viel aus. Dann ist da noch die sehr niedrige Lichtstärke, die auch noch variiert. 3,5 bei 200 mm wäre erträglich, aber dort hat das Objektiv nur eine Anfangsöffnung von 5,6. Da ist die Vibrationreduktion [VR] schon notwendig, um nicht hoffnungslos zu verwackeln.
Ganz ehrlich, der Nutzen des neuen AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR bleibt mir verborgen. Es ist nicht heller, die Verarbeitungsqualität dürfte dieselbe sein, der Zoombereich ist erheblich eingeschränkt. Und lassen Sie sich nicht täuschen, die Brennweite ist für DX wie FX, also Kleinbild, dieselbe. Sie ändert sich nicht abhängig vom Aufnahmeformat. Nur der Beschnitt ist ein anderer. Das spielt allerdings auch keine Rolle, weil dieses Objektiv wie das 18-200 nur für DX gerechnet ist. Mehr dazu lesen Sie hier.
Einzige Vorteile: Das neue Objektiv ist etwas kleiner und etwas leichter. Ob das ausschlaggebend sein sollte? Immerhin ist das 18-200 auch schon klein und leicht.
Ab hier die Informationen des Hauses Nikon:
Nikon stellt heute das neue Objektiv AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR vor. Dieses hochleistungsfähige und dabei kostengünstige neue NIKKOR-Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 18 bis 105 mm ab, dies entspricht einer Brennweite von 27 bis 157,5 mm bei Kleinbild. Es wurde speziell als Partner der D90 entwickelt und bietet eine enorme Flexibilität in der Auswahl des Bildausschnitts.
Hohe Leistung – Hervorragende Bildwiedergabe
Das AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR eignet sich für eine Vielzahl verschiedener Aufnahmesituationen. Der große Brennweitenbereich ermöglicht sowohl Weitwinkelaufnahmen von Gebäuden und Landschaften als auch Teleeinstellungen für Porträts. Dank des integrierten Bildstabilisators (Vibration Reduction, VR) sind mit dem AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR verwacklungsfreie Aufnahmen möglich, die bei Standardobjektiven nur mit einer um drei Blendenstufen kürzeren Belichtungszeit zu realisieren wären. Dies erspart in vielen Fällen den Einsatz von Blitz oder Stativ.
Das Objektiv verfügt über eine aufwändige optische Konstruktion, die eine Linse aus ED-Glas und eine asphärische Linse beinhaltet. Dies ermöglicht Bilder mit hoher Auflösung, sehr gutem Kontrast und besonders geringer chromatischer Aberration. Der extrem kompakte integrierte Silent-Wave-Motor (SWM) sorgt für einen geräuscharmen, schnellen und effizienten Autofokus. Das ansprechende Äußere in
Lederoptik ist auf das Kameragehäuse abgestimmt.
Extrem großer Brennweitenbereich
Besitzern von DX-Kameras stehen alle Möglichkeiten offen. Zusammen mit dem AF-S VR Zoom NIKKOR 70–300 mm 1:4,5–5,6G IF-ED verfügen sie mit diesem NIKKOR über zwei VR-Objektive, die einen Brennweitenbereich von 18 bis 300 mm abdecken. Damit sind Sie für praktisch alles gerüstet, angefangen von der Nahaufnahme eines Schmetterlings bis hin zu Fotos eines Nilpferds aus sicherer Entfernung.
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