4x Neues von Nikon: D700, SB-900, PC-E Nikkore
Schon seit über einer Woche kursieren Informationen und Bilder zur neuen dSLR von Nikon im Internet. Ab heute ist sie offiziell:
Mit der D700 bringt der Kamerahersteller auf den Markt, was viele Fotografen seit langem haben wollten, eine kompakte, höchst flexible FX-dSLR. Das Kürzel FX steht bei Nikon für das klassische Kleinbildformat, Kameras mit einem Sensor in den [Bild-]Abmessungen 24 x 36 mm.
Bis zur Einführung der D3 im Spätsommer 2007 beharrte Nikon auf der Überlegenheit des kleineren DX-Formats, das günstiger herzustellen ist, dabei aber eine hohe Auflösung bei anständiger Bildqualität zulässt. Inzwischen scheinen die Hersteller das größte technische Problem der Kleinbildformatsensoren gelöst zu haben: den steilen Lichtwinkel zu Ecken und Kanten hin. Speziell geformte Microlinsen sorgen nun dafür, dass auch hier genug Licht auf den eigentlichen Sensor treffen kann.
Die D700 setzt fast alle Charakteristika der D3 im Gehäuse der D300 um. Sensor und Prozessor sind identisch, auch die Einstellungen und Robustheit wurden von der D3 übernommen. Abgespeckt wurde der Verschluss, der nun nicht mehr für 300.000 Auslösungen getestet wurde, sondern nur noch für 150.000 - immer noch reichlich auch für Sportfotografen. Die werden eher um die Geschwindigkeit trauern, da die D700 ohne extra zu kaufenden Handgriff nur 5 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. Übrigens einiges mehr als so manch Motor oder Winder der "guten alten Zeit" schaffte.
Traditionell gehörten eingebaute Blitzgeräte immer zu den Features, die ein Profi eher nicht brauchte, der
Amateur liebte und der Besserwisser naserümpfend zur Kenntnis nahm. Doch bereits mit der D200 änderte sich das, erlaubt der eingebaute Blitz bei Nikons kompakten Pro-Kameras doch die Steuerung anderer Blitzgeräte im CLS, dem Creative Light System.
Einen ausführlichen Überblick über die Nikon D700 erhalten Sie in bekannter Qualität, wenn auch auf Englisch, bei Digital Photography Review.
Neues Top-Blitzgerät
Selbstverständlich kann die D700 auch mit externen Blitzgeräten bestückt werden. Ideal ist sicherlich ein Nikon-Blitzgerät, vor allem eines der neueren [ab SB-600], die voll im CLS integriert sind. Das SB-800 wird jetzt vom SB-900 abgelöst:
Es bietet außergewöhnlich hohe Geschwindigkeit und Leistung in Verbindung mit einem erweiterten Zoom-Bereich. Das SB-900 verfügt über einen beweglichen Diffusor der in nur 1,2 Sekunden den gesamten Zoombereich des Blitzgeräts von 17 – 200 mm überbrücken kann und dabei stets eine gleichmäßige Lichtverteilung aufrecht erhält. Das vielseitige Blitzgerät bietet darüber hinaus die Wahl zwischen drei Ausleuchtungsmustern für verschiedene Motivsituationen.
Während das Display auf Anhieb besser aussieht als das des Vorgängers SB-800, scheint das Bedienfeld sehr unübersichtlich geworden zu sein. Allerdings ist der neue Einschalter mit separaten Stellungen für Remote und Master zu begrüßen. Anstatt durch Menüs zu hangeln lässt sich das Gerät jetzt schnell umschalten, je nachdem, wofür der Fotograf es benötigt.
Mehr Shift und Tilt
Gleich zwei neue Spezialobjektive erfreuen Architektur-, Table-Top- und Landschaftsfotografen. Mit den PC-E Micro Nikkoren 45 mm und 85 mm [beide bieten eine Lichtstärke von 1:2,8] können perspektivische Verzerrungen, die bsplw. bei der Aufnahme von Häusern entstehen, ausgeglichen werden. Außerdem erlauben alle PC-E-Objektive die bewusste Verlagerung der Schärfenebene, um besondere Akzente zu setzen.
Mehr Information zu den neuen Nikon-Produkten, vor allem zu den technischen Spezifikationen, finden Sie bei Nikon Deutschland.
In der letzten Zeit denken die Hersteller immer mehr an die SLR Kameras. Vor allem schließen sie auch die Lücken zwischen den Professionellen und denn etwas schwächeren bei den eigenen Produkten Kameras.
Kommentar von TB — 6.7.2008 @ 13:05